„Das ist unser Europa“ – Macron reagiert mit Kampfansage

Obwohl die Hintergründe der Schießereien in Wien noch unklar sind, hat Frankreichs Staatspräsident Macron mit einer Kampfansage reagiert. Auf Twitter adressiert er „unsere Feinde“. Auch aus Deutschland und weiteren Ländern kommen Reaktionen.


Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat mit einer Kampfansage auf den mutmaßlichen Terroranschlag in der österreichischen Hauptstadt Wien reagiert – obwohl die Hintergründe bislang noch unklar sind.

Macron schrieb am Abend bei Twitter, dass Frankreich den Schock und Schmerz Österreichs teile. „Nach Frankreich ist es ein befreundeter Staat, der attackiert wird. Dies ist unser Europa. Unsere Feinde müssen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Wir werden nicht nachgeben“, betonte Macron.

Vergangene Woche war es in Nizza zu einem islamistischen Terroranschlag gekommen – ein 21-jähriger Tunesier tötete auf besonders brutale Weise mehrere Menschen in einer Kirche. Zuvor war in der Nähe von Paris der Lehrer Samuel Paty enthauptet worden. Der türkische Staatspräsident Erdogan hatte verbal wiederholt scharf in Richtung Macrons ausgeteilt, der dem Islamismus den Kampf angesagt hatte. Ob auch in Wien Islamisten hinter der Tat stecken, ist bislang aber noch offen.

„Widerwärtiger Terroranschlag“

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz verurteilte den Angriff in der Wiener Innenstadt als „widerwärtigen Terroranschlag“. „Wir werden uns durch Terrorismus niemals einschüchtern lassen und diese Angriffe mit allen Mitteln entschieden bekämpfen“, erklärte Kurz am Montagabend. Die Polizei werde entschlossen gegen die Täter vorgehen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier twitterte: „Der Terroranschlag von Wien erschüttert uns zutiefst. Es ist einer von Vielen in jüngerer Zeit. Wir müssen deshalb viel mehr tun, um unsere jüdischen Mitbürger & andere Unschuldige bestmöglich zu schützen. Ihr Vertrauen in unser Land darf niemals enttäuscht werden!“

Italiens Regierungschef Giuseppe Conte verurteilte den mutmaßlichen Terroranschlag in Wien scharf. „In unserem gemeinsamen europäischen Haus darf kein Platz für Hass und Gewalt sein“, schrieb Conte am Montagabend auf Twitter. Italien stehe dem österreichischen Volk bei. Das Land denke an die Angehörigen der Opfer und der Verletzten. Ähnlich äußerte sich Roms Außenminister Luigi Di Maio. „Europa muss reagieren“, schrieb er. Bei der mutmaßlichen Terrorattacke in der Wiener Innenstadt waren nach ersten Behördenangaben am Abend mindestens ein Mensch getötet und viele verletzt worden, mehrere davon schwer

Das Auswärtige Amt verurteilte den mutmaßlichen Terroranschlag in Wien. „Auch wenn das Ausmaß des Terrors noch nicht absehbar ist: unsere Gedanken sind bei den Verletzten&Opfern in diesen schweren Stunden“, heißt es in einer Nachricht, die am Montagabend vom deutschen Außenministerium auf Twitter veröffentlicht wurde. „Wir dürfen nicht dem Hass weichen, der unsere Gesellschaften spalten soll.“

EU-Ratspräsident Charles Michel erklärte auf Twitter, die Tat habe sich gegen „das Leben und unsere menschlichen Werte“ gerichtet. Die EU stehe an der Seite Österreichs.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen twitterte: „Ich bin schockiert und traurig über den brutalen Angriff in Wien. Meine Gedanken sind bei den Familien der Opfer und der österreichischen Bevölkerung. Europa steht in voller Solidarität an Österreichs Seite. Wir sind stärker als Hass und Terror.“

UN-Generalsekretär António Guterres hat den Terrorangriff in der Wiener Innenstadt scharf verurteilt. Er verfolge die Situation mit „äußerster Sorge“, sagte der UN-Chef laut Mitteilung in der Nacht zum Dienstag in New York. Der Familie des Opfers drückte Guterres sein Beileid aus, den Verletzten wünschte er eine rasche Genesung. Die Vereinten Nationen stünden an der Seite des österreichischen Volkes und seiner Regierung.

Der britische Premierminister Boris Johnson zeigte sich auf entsetzt. An die Österreicher gerichtet schrieb er: „Wir stehen geeint mit Ihnen gegen den Terror.“

Der US-Nationale Sicherheitsberater Robert O’Brian erklärt zu dem Angriff: „Es gibt keine Rechtfertigung für derartigen Hass und Gewalt“. Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden spricht von einem „schrecklichen Terrorangriff“ in Wien. „Wir müssen alle gegen Hass und Gewalt zusammenstehen“, sagt er.

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